Fragen

Bienensterben in den USA

Sehr häufig werde ich gefragt was die Ursachen des Bienensterben in den USA sind und ob wir damit auch Probleme haben.

Die Antwort:
Die in den Medien kreisende Meinung dass der Stress der Wanderei Ursache der Bienenverluste sei halte ich für sehr fragwürdig. Sehen wir uns doch einmal die Unterschiede der Imkerei in den USA zu uns an.

1. Agrogentechnik
2. Spritzmittel
3. Varroabekämpfung

1. Agrogentechnik
Mehr dazu bei www.Berufsimker.de im Menü links dann "Gentechnik".

2. Spritzmittel
Mehr dazu bei www.Berufsimker.de im Menü links dann "Pflanzenschutz".

3. Varroabekämpfung
Als ich die Zeitungsartikel gelesen habe war der erste Gedanke, dass hier die Varroamilbe am Werk gewesen sein müsse. In den USA wird die Varroa meist mit Checkmite (Hersteller: Bayer, Wirkstoff Chumaphos) behandelt. Im vergleich zu Prüperaten die in Deutschland derzeit auf dem Markt sind, ist die Wirkstoffmenge ca. 100x höher. Die sehr hohe Dosis verursacht wiederum Rückstände in Wachs und Honig, was in den USA nicht von Bedeutung ist.
Die Rückstände führen zu permanetem Kontakt mit dem Bekämpfungsmittel was dann wiederum zu Resistenzbildung führt.

In Deuschland wird schon seit mehr als 15 Jahren schon mit Mitteln behandelt die in der Natur und auch im Honig vorkommen. Diese Mittel die keine Rückstände bilden und bei denen auch bislang keine Resistenzen bekannt ist, kommen in den USA nur sehr langsam zum Einsatz.

Die Firma Bayer hat, für den Fall dass die deutschen Imker nach größeren Völkerverlusten neue Mittel fordern, bereits die Grenzwerte für Chumaphos im Honig von 10ppm auf 100ppm erhöhen lassen, so lässt sich schnell Chekmite auf dem Markt einführen.

Wenn man sich mit diesen drei Bereichen beschäftigt wird man feststellen müssen dass es hier einen Zusammenhang gibt.